Tracklist:

1. Manalaan Ikävöivä (Sehnsucht nach dem Todesreich)
2. Manala (Unterwelt)
3. Korpi (Dickicht)
4. Metsäpolku (Waldweg)
5. Kotimatka (Heimweg)
6. Humala (Trunkenheit)
7. Kaipaus (Sehnsucht)
8. Intohimo (Leidenschaft)
9. Pilkka (Spott)
10. Satansweiber
11. Pohjola (Nordreich)
12. Pakkasen Sanoja (Die Worte des Frostes)
13. Kinahmi (Der Strudel)
14. Kultalintu (Goldvogel)
15. Lintukoto (Vogelreich)
16. Matkalla (Auf der Reise)
17. Sielulintu (Seelenvogel)

Matkalla-Album


Offizieller Release: 11.10.2013 - Label: unsigned
Kultasiipi - Matkalla
...ist für 10 Euro zu haben unter: basar(@)kultasiipi.de
Versand: 2 Euro

ÜBER DIE PLATTE:
Die Welten-Reise eines Taugenichts in Fell und Flusen

Einst war das Totenreich Tuonela der Traum jeder finsteren Seele - quasi "the place to be" für allerlei Verdammte, Versoffene oder sonstwie verflucht abgefuckte Gesellen. Doch das war einmal. Seitdem der verruchte Charme der Unterwelt angesagt war bei den Reichen und Schönen, ließ man Taugenichtse, wie den Protagonisten des neuen Kultasiipi-Albums MATKALLA, nicht mehr hinein.

Und so fragte sich dieser unmittelbar nach seinem Selbstmord verwundert: "Was zur Hölle ist nur mit der Unterwelt passiert?" Vor den Toren stand ein fieses Ungeheuer namens Surma mit Sonnenbrille und Knopf im Ohr. "Nee, nee, Freundchen, hier ist geschlossene Gesellschaft. Spaßvögel mit Fell am Leib und Flusen im Kopf lassen wir hier schon lange nicht mehr rein!" Aus der Traum vom immerwährenden Saufgelage unter Tage. "Durstig sein kann ich auch woanders", dachte der Nichtsnutz, machte kehrt und machte sich stattdessen auf einen Streifzug durch die Welten der finnischen Mythologie. Von seiner Reise durch eine raubeinig-romantische Landschaft auf der Suche nach der fellbesetzten Version von "Sex, Drugs and Rock'n'Roll" erzählt das Kultasiipi-Album MATKALLA. Der Titel bedeutet so viel wie "auf der Reise" und beschreibt seine schräge Odyssee, musikalisch vertont im Mantel eines vielseitig beeinflussten Folkmetal.

Zunächst verschlägt es den Reisenden ins Waldreich - davon erzählt der Song "Metsäpolku". Prompt schnorrt er sich beim Waldgott Tapio durch und bittet ihn um ein paar Tipps, wie man aus dem wirren Waldlabyrinth wieder herausfinden möge. Es gelingt ihm - er landet schließlich mit trockener Kehle und knurrendem Magen in der ihm wohlbekannten trubeligen Welt der Menschen, wo ganz nach seinem Geschmack erst einmal kräftig gefeiert wird. Davon berichtet das Trinklied "Humala". Vom Schnaps benebelt taumelt der Rastlose weiter hinaus in einen ordentlichen Wolkenbruch. Doch die betörenden Klänge einer Kantele geleiten ihn in die Hütte einer jungen Schönheit. Vom rauen Charme des pelzigen Reisenden angetan, verfällt sie ihm und bereitet ihm den schönsten Abend seit seinem Selbstmord. Wie das klingt, kann man in "Intohimo" miterleben.

So schön die Nacht auch war, es kommt der Morgen und bei Tagesanbruch ist die Magie von Kantelenklang und 80-Tage-Bart verflogen. Die Weiber des Dorfes zerreißen sich die Mäuler und treiben den verfluchten Vagabunden im Stück "Satansweiber" in die Flucht. Auf Irrwegen stolpert er dem dramatischen Höhepunkt des Albums entgegen: Er friert sich im Nordland Pohjola trotz Fellklamotten tierisch den Arsch ab. In "Pakkasen Sanoja" beschwert er sich deshalb beim Sohn des Winters, Pakkanen, über das Sauwetter. Das lässt aber Louhi, die Herrscherin des Nordpols, nicht auf sich sitzen und säuselt ihm drohend aus der Ferne zu. Sie lockt ihn in den Kinahmi, einen gigantischen Strudel, der in die Unterwelt führt.

Doch der Reisende landet stattdessen in umgekehrter Richtung in einem Nordlicht mitten im Sternenzelt. Die bunte Schönheit des Schauspiels lässt ihn in eine gepflegte Melancholie verfallen und er singt dem goldenen Vogel mit "Kultalintu" ein Lied. Da der große Seelenvogel eh gerade seine Runden dreht, schnappt er sich den inzwischen schon leicht abgerissenen Weltenstreuner und fliegt ihn erstmal ins Vogelreich Lintukoto, damit er sich mental erholen kann. Im letzten Stück "Matkalla" blickt er dann noch einmal zurück auf den wechselhaften und wirren Trip durch die Mythologie. Letztendlich kann er dem Seelenvogel doch noch ein One-Way-Ticket in die Unterwelt abschwatzen. Dort angekommen, gibt er endlich eine Lokalrunde aus. Denn auch hier gilt: Freibier für alle!

"Matkalla" ist Kultasiipis zweites Studioalbum und wurde von November 2012 bis März 2013 von Sascha Blach (Aethernaeum, Eden Weint Im Grab) produziert.


iMusician Digital - digital music distribution




Metsola-Album


Offizieller Release: 19.2.2010 - Label: unsigned
Kultasiipi - Metsola
...ist für 8 Euro zu haben unter: basar(@)kultasiipi.de
Versand: 2 Euro

ÜBER DIE PLATTE: Metsola ist in der finnischen Mythologie das Waldreich, welches vom Waldgott Tapio und seiner Sippe regiert wird. An diesem mystischen und magischen Ort spielen Kultasiipis kleine Geschichten, zusammengebunden vom ewigen Klang des Waldes. Oft spiegelt sich in den Texten die Zerrissenheit der finnischen Seele. Abwechselnd schwelgt man in Songs voller Melancholie oder Feierlaune, immer mit einer Prise Verrücktheit dabei.

"Metsola" preist den Wald und die Lust, darin zu wandeln. Hingegen ist "Soittajapaimen" ein fröhliches Schäferlied, dessen traditionelle Melodie über grüne Wiesen zu schallen scheint. "Kultasiipi", ein dramatischer und depressiver Song, beklagt die Kälte des eigenen Herzens. "Laula" ruft zum Singen und dem Spiel der Kantele auf, aber seine Klänge haben auch einen dunklen Schimmer. "Kuusenjuuret" ist wieder voller Verzweiflung. Der einzige Song mit deutschem Text, "Ievan Polkka", ist ein Volkslied, welches in Loitumas Interpretation weltbekannt wurde. Er ist ein purer Partysong, jedoch mit sehr wütendem Text. "Metsäkukkia" ist ein fröhliches, aber gleichzeitig sehr verzweifeltes Trinklied. Seine Melodie kennt man als karelisches Volkslied, das von Straßenakkordeonisten weltweit bekannt gemacht wurde. "Jos Mun Tuttuni Tulisi" sehnt eine alte Liebe herbei.

Die Geschichten enden wie begonnen, in den Tiefen des Waldes.

"Metsola" ist Kultasiipis erste Aufnahme und wurde von Sascha Blach (Transit Poetry, Eden Weint Im Grab) im November 2009 produziert.